The King´s Speech

the kings
The Kings´s Speech. Drama.         FSK ab 6. 118 Min. 2011

Die Geschichte eines Königs der über sich hinauswächst und einer großartigen Freundschaft.

Das neue Massenmedium Radio bringt für Albert, Herzog von York und Sohn von König Georg V. eine neue Qual mit sich, denn Albert ist Stotterer. Obwohl er nicht der Thronnachfolger, sondern nur der zweite Sohn von King George V. ist, muss Bertie, wie er in der Familie genannt wird, in der Öffentlichkeit Reden halten und auf demütigende Weise erleben, wie seine Behinderung durch die Rundfunkübertragungen ins ganze Commonwealth getragen wird.
Kein Arzt und kein Therapeut konnte ihm bisher helfen, bis seiner Frau Elizabeth der australische Sprachtherapeut Lionel Logue empfohlen wird. Dessen unkonventionllen Behandlungsmethoden verstören zunächst den adligen Patienten, doch ein Schlüsselerlebnis zeigt Bertie, dass Logues Behandlung Erfolg haben könnte.
Unterdessen stirbt der König und Edward, Alberts älterer Bruder, besteigt den britischen Thron. Nach nur 10 Monaten Amtszeit dankt Eduard VIII. ab, da seine Liebe zu einer bürgerlichen und geschiedenen Amerikanerin von der Öffentlichkeit nicht geduldet wird und Albert wird, was er nie sein wollte – der neue König, Georg VI.!
Als das Britische Königreich in den II. Weltkrieg eintritt, hält Albert, unterstützt von Lionel Logue eine Rede, um seine Mitbürger auf den Krieg gegen Deutschland einzuschwören. Diese emotionale und zu Herzen gehende Ansprache gelingt ohne ein Stottern und ein Versprechen und bewegt die Herzen aller, die sie hören. Albert und Lionel bleiben sich in lebenslanger Freundschaft verbunden.

Ein sehr bewegender Film, für die ganze Familie geeignet. Einschränken würde ich hinsichtlich der Altersfreigabe, dass ein 6jähriges Kind den Film inhaltlich wohl noch nicht voll erfassen kann, denn die Beziehung der Personen untereinander ist sehr komplex dargestellt und auch die Ursache für Alberts Stottern läßt sich nur aus dem Zusammensetzen einzelner Szenen und Sequenzen erahnen. Von Rosi

Dieser Film kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

10 Gründe, die totsicher fürs Leben sprechen: Albert Borris

Borris:10 Gründe, die totsicher fürs Leben sprechen
Albert Borris: 10 Gründe, die totsicher fürs Leben sprechen. 256 Seiten. Carlsen. 2013

Das erste was mir an diesem Buch aufgefallen ist, war das Bild vorne: als ob ich in ein Grab hinein sehe. Darin die Schrift des Buchtitels: Zehn Gründe, die totsicher fürs Leben sprechen. Der Text auf der Rückseite hat mich angeregt, es durchzublättern, schon nach dem 1. Kapitel dachte ich, das muss ich lesen… Die Bücher suchen mich aus (kommt mir so vor).
Die Geschichte spielt in Amerika. Owen, das ist die Hauptfigur des Buches und auch der Erzähler, versucht sich das Leben zu nehmen. Nein, er schafft es nicht, dann wäre das Buch ja auch schon zu Ende gewesen. Ja, es fasziniert mich, wie unterschiedlich Menschen mit diesem Thema “Tod” so umgehen. Also, weiter im Text: Nachdem Owen es wieder mal nicht geschafft hat, lernt er in einer Klinik ein Mädchen kennen. Zusammen suchen sie im Internet nach Gleichgesinnten und finden noch zwei weitere Jugendliche, die mit ihrem Leben Schwierigkeiten haben. Einige ihrer Dialoge aus dem Netz sind im Buch wiedergegeben, als Leser fühlte ich mich mittendrin im Thema. Owen, Jin-Ae, Frank und Audrey, diese vier planen eine Tour durch die USA, sie wollen Grabstätten berühmter Menschen besuchen, die Selbstmord begangen haben. Wie Curt Cobain von der Band “Nirvana”… Das letzte Ziel ihrer Reise ist das Death Valley. Im Auto von Franks Vater lernen sie sich besser kennen und haben zusammen erstmals Spaß, ungesundes “Fast food, lange fernsehen, endlose lange reden, Wünsche äußern und ausprobieren… Sie erkennen das reden manchmal hilft, sich besser zu verstehen. Zwischendurch erstellt jeder von ihnen Listen: wofür es sich lohnt zu leben? Total unmögliche Versuche sich das Leben zu nehmen? Nur ein Beispiel: sich an Schokolade totzuessen! Irgendwann erkennen sie, worauf es ankommt im Leben… zu sich selber stehen und sich selber wertzuschätzen. Wie die Geschichte endet… das darf jeder selber lesen…

Ich empfehle diese Geschichte allen, die sich auch mit den Themen: “Wer bin ich? Leben oder Sterben? Zukunft?” beschäftigen, egal wie alt sie sind. Die Themen sind zeitlos!
Von AsDa (Astrid)

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Kyria & Reb: Die Rückkehr: Andrea Schacht

Andrea Schacht. Kyria&Reb: Dei Rückkehr. 352 Seiten. Egmont INK. 2013
Andrea Schacht. Kyria & Reb: Die Rückkehr. 352 S. Egmont INK. 2013

Kyria & Reb „Die Rückkehr“ ist der zweite Teil einer Dystopie. Wer in die Trilogie von Andrea Schacht einsteigen möchte, sollte auf alle Fälle den ersten Teil „Bis ans Ende der Welt“ nicht unberücksichtigt lassen. Vielleicht weiß der eine oder andere noch nicht, dass es diese wunderschöne Reihe gibt, daher beschreibe ich kurz worum es generell geht.
Die 17 jährige Kyria lebt in einer zukünftigen Zeit in der Frauen das Sagen haben. Die Frauen haben die Macht bereits lange in der Vorzeit an sich gerissen und die Männer werden unterdrückt. Das Leben findet in einem New Europe – NuYu – statt, das ganz anders ist, als wir es kennen. Jeder Bürger von NuYu besitzt eine Identität. Eine ID, eine Art Chip, die jeder als Band am Arm oder Körper tragen muss. Dort ist alles gespeichert über dich, restlos alles, nur damit kannst du bezahlen und ohne eine ID darfst du dich in NuYu nicht aufhalten.
Außerdem existiert ein Dreischichtensystem. Ganz oben stehen die Adligen und Privilegierten. Sie bilden die Gesellschaft. Die wohlbehütete und abgeschirmte Kyria gehört dieser Schicht an. Sie ist die Tochter einer hochrangigen Politikerin.
Die zweite Schicht sind die Bürger der Ländlichen Reservate, diese koppeln sich ab, leben nahezu frei, aber deren Technik ist total im Rückstand und dort leben die Menschen wie vor 50 Jahren unserer Zeit.
Als dritte Schicht  existiert die Subcultura. Das sind Menschen die ausgegrenzt sind, rausgeworfen aus der Gesellschaft, ohne IDs eigentlich obdachlos ein sehr schlechtes und auch gefährliches Leben führen. Reb gehört dieser Schicht an und hat entsprechend viele und auch schlimme Erfahrungen in seinem bisherigen Leben gemacht.

Die Geschichte geht los als Reb von Amazonen, das sind die Polizistinnen der Gesellschaft, zusammengeschlagen, schwer verletzt und in ein Heilhaus, eine Art Krankenhaus, eingeliefert wird. Dort trifft er auf Kyria, die wegen eines scheinbar lebensbedrohlichen Hornissen Bisses ebenfalls ärztlich versorgt wird. Wie es zu der Intrige kommt, dass beide überstürzt aufbrechen, um aus NuYu zu flüchten, will ich nicht verraten. Es ist auf jeden Fall richtig spannend und nicht ganz so düster wie die „Auswahl“ oder die „Tribute“.

Den Schreibstil von Andrea Schacht finde ich sehr lebendig und sympathisch. Die Dialoge zwischen Kyria und Reb sind witzig und süß. Überhaupt stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren, obwohl sie beide gegensätzlicher nicht sein könnten. Es macht einfach Spaß zu lesen wie sich Kyria und Reb fetzen, zanken und dann trotzdem zueinander finden. Ich freue mich schon auf den dritten Band. Von Sibylle

Bd 1. Kyria & Reb „Bis ans Ende der Welt“ kannst du hier vorgemerken.
Bd 2. Kyria & Reb „Die Rückkehr“ kannst du hier vorgemerken.

Vier Arten, die Liebe zu vergessen: Tommie Bayer

Tommie Bayer: Vier Arten die Liebe zu vergessen
Tommie Bayer: Vier Arten die Liebe zu vergessen. 281 S. Piper. 2012

Vier ehemalige Schulfreunde treffen sich nach zwanzig Jahren wieder und stellen sich ihrer Vergangenheit.

Vier Schulfreunde treffen sich am Grab ihrer ehemaligen Lehrerin nach zwanzig Jahren wieder. Von einer sentimentalen Stimmung ergriffen, lädt Michael die Freunde von einst zu sich nach Venedig ein. Seine Hoffnung, die alte Verbundenheit wieder zu entdecken und die Freundschaft zu erneuern, erweist sich als Illusion. Jeder stellt sich an diesem gemeinsam verlebten Wochenende seiner eigenen Vergangenheit. Vor der Kulisse der morbiden Schönheit Venedigs lässt Tommie Bayer den Leser in einen Abgrund aus gescheiterten Lebensentwürfen und Liebesbeziehungen schauen.
Thommie Bayer hat in seinem gewohnt sanft melancholischen Stil einen stillen Roman über die großen Fragen des Lebens geschrieben, über Freundschaft, Liebe und Lebensräume.
Leider wirkt das Ende der Geschichte ein wenig konstruiert.

Ein leicht zu lesendes Buch für Freunde ruhiger Literatur und Tommie- Bayer- Fans.
Von Christine Lesepunkt: Waldbröl

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Piece 1. Erinnerung an eine Fremde: Hinako Ashihara

Erinnerung an eine Fremde 1
Hinako Ashihara: Piece 1. Erinnerung an eine Fremde. 192 S. Tokyopop. 2012

Mizuho ist ein Mädchen, die Probleme nie nahe an sich heranlässt. So wirft sie die Trennung von ihrem Freund auch nicht wirklich aus der Bahn, ebenso verliert sie nicht die Fassung als sie die Nachricht vom Tod ihrer Klassenkameradin Haruka erreicht. Erst als Harukas Mutter Mizuho bittet, ihr mehr über die eigene Tochter zu berichten, denn zu Hause hat Haruka von Mizuho als ihrer besten Freundin gesprochen, beschließt sie sich zu ändern.
Schrittweise gelingt es Mizuho sich ihren Mitmenschen zu öffnen und sie begibt sich auf die Suche nach Harukas Spuren und findet schließlich auch zu sich selbst.
Dieses einfühlsam erzählte und vielschichtige Manga ist wie ein Puzzlespiel, das sich im Kopf des Lesers Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Die Geschichte bietet Motive der Selbstfindung, die zum Nachdenken anregen. Von Sibylle

Band 1.-4. kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du Band 1. vormerken.

Zu zweit tut das Herz nur halb so weh: Julie Kibler

Julie Kibler:
Julie Kibler: Zu zweit tut das Herz nur halb so weh. 320 S. Pendo Verlag. 2012

Zwischen der 90-jährigen Isabelle und ihrer jungen, farbigen Friseurin Dorrie hat sich in den letzten Jahren eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt. Nun hat Isabelle eine dringende Bitte an Dorrie: Sie soll sie zu einer Beerdigung weit entfernt begleiten.
Auf ihrer langen gemeinsamen Reise mit dem Auto kommen sich die beiden Frauen sehr nahe. Isabelle lüftet ihr lang gehütetes Geheimnis und erzählt Dorrie aus der Vergangenheit in Kentucky 1939. Damals verliebte sich Isabelle in Robert, den Sohn der farbigen Hausangestellten. In dieser Zeit war die Liebe einer weißen Frau zu einem Farbigen verboten und brachte einige Gefahren mit sich. Entgegen aller Warnungen setzten sich Isabelle und Robert in ihrer Liebe über alle Konventionen und den Widerstand ihrer Familien hinweg. Und damit begann ein Drama, für das die beiden einen hohen Preis zahlen mussten…

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Isabelle und Dorrie erzählt, die Vergangenheit vermischt sich mit der Gegenwart und auch die Probleme in Dorries Leben erscheinen in einem neuen Licht. Ein fesselnder und sehr berührender Roman, der auch deutlich macht, wie schwierig und vorurteilsvoll die Beziehung zwischen Weißen und Farbigen war und zum Teil auch heute noch ist. Von Andrea

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen weden. Hier kannst du dich vormerken..

Wunder: R. J. Palacio

R.J. Palacio: Wunder. 384 S. Hanser Verlag. 2013
R. J. Palacio: Wunder. 384 S. Hanser Verlag. 2013

Sonnen-OAugust ist 10 Jahre alt und wird in zwei Monaten in die 5. Klasse eingeschult.
Er war nicht in der Schule, weil sein Gesicht aufgrund einer Genmutation „verändert“ ist, dass er in den letzten 10 Jahren so viele Operationen hatte, dass ein Schulbesuch gar nicht möglich gewesen wäre. Seine Eltern erzählen ihm zunächst nichts von dem geplanten Schulbesuch, aber irgendwann kommt das Thema auf und August ist zunächst total entsetzt und weigert sich, da er natürlich die ganzen Beleidigungen im Ohr hat, mit denen er im Laufe der Zeit bedacht wurde.
Er lässt sich dann doch überreden in die Schule zu gehen und der Schulleiter stellt sich als sehr netter Mann mit dem lustigen Namen Mr. Pomann heraus. Er hat für August eine Art Empfangskomitee ausgewählt, die ihm helfen sollen sich in der Schule einzuleben. Jack, Julian und Charlotte zeigen ihm noch in den Ferien die Schule und erklären ihm die wichtigsten Dinge. Sein Lieblingstag im Jahr ist Halloween. Da kann er sein Gesicht hinter einer Maske verstecken und ein ganz normaler Junge sein. In diesem Jahr läuft Halloween aber irgendwie nicht so wie er es sich vorgestellt hat und es kommt zu einer Reihe von Missverständnissen.

Die Geschichte ist aus unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben. Es ist spannend zu lesen, weil es irgendwie alltägliche Dinge behandelt, die aber plötzlich viel extremer sind, weil August natürlich wegen seines Gesichtes eine ganz andere Angriffsfläche bietet. Von Berit 14 J.

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.