Schwarze Katzen: Felicitas Mayall

Mayal Schwarze Katzen
Felicitas Mayall: Schwarze Katzen. Laura Gottbergs 9. Fall. 416 Seiten. Kindler Verlag. 2014

Leben und Wirken der Mafia in München

Während des Berufsverkehrs liegt mitten auf der Prinzregentenstraße in München eine Kiste, so dass sich der Verkehr schon nach kurzer Zeit staut. Da sie außerordentlich schwer ist, sind einige Passanten nötig, um sie auf den Gehweg zu hieven. Als die Polizei sie öffnet, findet sie eine einbetonierte Leiche.

Sergio, Geschäftsführer des italienischen Nobelrestaurants „Montenegro“ und Angehöriger einer Mafiafamilie, ist der Protagonist dieses Krimis. Deutlich schildert F. Mayall seine Gefühlswelt, die völlig aus den Fugen gerät, zumal er noch seinen jungen Neffen Pietro mit in seine kriminellen Machenschaften hineinzieht. Denn die Gefahr für einen Mafioso, der Angst gezeigt oder einen Fehler gemacht hat, ist von Seiten des Clans vollkommen unkalkulierbar.

Abgesehen von den polizeilichen Ermittlungen kommt die private Seite der Kommissarin Laura Goldberg auch in diesem Band nicht zu kurz. Ihre Kinder werden langsam erwachsen und sie muss lernen, loszulassen. Entschädigt wird sie dafür mit mehr Zeit für ihren italienischen Kollegen und Freund Angelo.

Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben. Mayalls Schilderungen der Verhaltensweisen einzelner Mitglieder in einer Mafiafamilie fand ich sehr glaubhaft. Die Mischung aus Münchener Schickimicki Gesellschaft, Mafia, gutem italienischen Essen und der Liebe ist herrlich zu lesen. „Fortsetzung folgt“ schreibt Felicitas Mayall zuletzt – hoffentlich bald! …Von Agnes

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

2 Antworten auf „Schwarze Katzen: Felicitas Mayall“

  1. Ich hätte da mal eine Frage: Muss man die vorherigen Bände kennen/lesen, um in diese Geschichte einsteigen zu können? Denn dann würde ich schon mal anfangen…
    LG Helene

    1. Nein, man kann jederzeit einsteigen, denn der Kriminalfall wird in einem Band abgeschlossen. Nur die private Seite von Laura Goldberg ist fortlaufend, und da sie und ihr italienischer Freund Angelo so ein sympathisches Pärchen sind, will man ihren Weg gerne weiter verfolgen – ähnlich wie bei E. George und ihrem Inspector Lynley.

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