Er ist wieder da. Der Roman – Timur Vermes

Er ist wieder da. Bastei Lübbe
Timur Vermes: Er ist wieder da. 400 Seiten. Eichborn Verlag. 2012

Frühjahr 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet er in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und „Gefällt mir“-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy?
Ich fand diese Geschichte mehr als interessant und stellenweise sehr witzig, angefangen von der Hitler ja unbekannten neuzeitlichen Technik, mit der er aber umzugehen versteht, bis hin zu der Idee mit dem (Kult)Lied von Marianne Rosenberg: Er ist wieder da! Und wie er alles und alle für sich ausnutzt. Es könnte so sein, falls er wieder käme – und das finde ich sehr erschreckend. Gut, dass es sich hier nur um Satire handelt… Von Ingrid

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.
Das Hörbuch als MP3 Datei, Spieldauer 411 Minuten, gelesen von Christoph Maria Herbst, kannst du hier vormerken.

Eine Antwort auf „Er ist wieder da. Der Roman – Timur Vermes“

  1. Eine Geschichte nach dem Motto „was wäre, wenn“. Ich habe dieses Buch auch gelesen und sehr gelacht, aus satirischen Gesichtspunkten. Aber es regt tatsächlich auch dazu an, mal nachzudenken – wie oben schon beschrieben, über die allumgreifende Medienhysterie und über die Tatsache, dass ein entsprechend guter Rhetoriker immer noch die Massen „ansaugt“ und mitziehen kann.
    Eine Anekdote am Rande: Ich hatte dieses Buch mit im Urlaub und dort gelesen. Im Hotelzimmer habe ich das Buch immer umgedreht, damit man das Cover nicht sehen konnte, das war im Ausland dann doch zu peinlich… 😉

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