Aller Tage Abend: Jenny Erpenbeck

Jenny Erpenbeck: Aller Tage Abend. 288 Seiten. Albrecht Knaur Verlag. 2012
Jenny Erpenbeck: Aller Tage Abend. 288 S. Albrecht Knaur Verlag. 2012

Mit dem Evangelischen Buchpreis 2013 ist die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck für ihren Roman „Aller Tage Abend“ ausgezeichnet worden.

Aus der Begründung der Jury: Was bestimmt unser Leben? Die  Herkunft, die Politik, der Zufall, das Schicksal? Mit „Aller Tage Abend“ hat Jenny Erpenbeck einen in Inhalt und Form herausragenden Roman über die Grundfragen der menschlichen Existenz geschrieben.

Der Evangelische Buchpreis 2013 wird zum 35. Mal verliehen. Er ist ein Leserpreis, dessen Auswahl ausschließlich auf Vorschlägen von Leserinnen und Lesern beruht und wurde der Preisträgerin am 15. Mai 2013 in der Alten Handelsbörse in Leipzig verliehen.

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Gebt doch bitte eure Leserfahrungen zu diesem Buch oder Informationen über Jenny Erpenbeck weiter und schreibt einen Kommentar. Wir freuen uns!

8 Antworten auf „Aller Tage Abend: Jenny Erpenbeck“

  1. hallo,
    ich finde den Anfang dieses Buches ziemlich spannend,
    habe allerdings Mühe mit Buch 3!
    es gibt hier diese Einschübe mit Genosse H, oder U oder V usw.
    ich verstehe einfach nicht, um was es dabei geht.
    koennte mir das jemand von euch ein bisschen erklären?

    merci im voraus!

  2. Ich habe mich mit dem Buch „Aller Tage Abend“ sehr schwer getan und es nach gut 50 Seiten zur Seite gelegt. Für das literarische Wochenende „Fit für die Büchereiarbeit“ sollten wir zuvor entweder dieses Buch oder „Léon und Louise“ von Capus lesen. In der Besprechung stellte sich heraus, dass nur ganz wenige Teilnehmerinnen das Buch zu Ende gelesen hatten. Ich habe in Erinnerung, dass von diesen wenigen nur eine es gut fand, alle anderen hatten Capus mit Begeisterung gelesen.
    Viele Grüße Agnes

  3. Oh je, dieses Buch… Ich habe es noch nicht gelesen, aber war schon bei einigen Diskussionen dabei wo es viele „Gegner“ gab, aber auch immer Einige, die das Buch mit großem Interesse gelesen haben. Es ist trotzdem bei uns ständig ausgeliehen. Wenn es dann mal wieder im Regal steht, werde ich mich mal dran wagen. Mehr als 50 Seiten bekommt’s aber nicht! Sollte ich bis dahin nichts damit anfangen können, wird es zugeklappt. Ich werde berichten… LG Helene

  4. Hallo Sib.! Dank für Deinen Hinweis auf die Jenny-Erpenbeck-Lesung 2001 auf YouTube. Toll, daß man das alles jetzt noch mal verfolgen kann. Eine großartige Erzählung, dieses „Sibirien“. Da sitzt jedes Wort und hinter jedem Satz steht das Leben in all seiner Vielfalt und Wahrhaftigkeit.
    Kann man „Sibirien“ bei Euch ausleihen? Ich würde es gern einmal in aller Ruhe „Satz für Satz“ lesen. Gruß Siggi

    1. Hier findest du den Text zu der Erzählung „Sibirien“.
      Es handelt sich um den Erzählband „Tand“ aus dem Jahr 2002, dort greift Jenny Erpenbeck in jeder Erzählung immer nur einen Moment Lebenszeit heraus. In allen Geschichten gibt es keine Vorgeschichte und auch kein Ende. Remagen hat das Buch leider nicht im Bestand, aber wofür gibt es denn die Fernleihe? Gerne besorgen wir zusätzlich „Tand“. Lesegrüße nach Bonn

      1. Liebe Bille, vielen Dank, daß Ihr Jenny Erpenbecks „Tand“ über Fernleihe für mich bestellen wollt! Ich freue mich schon darauf.
        Gruß Siggi

  5. Gespannt auf Jenny Erpenbeck`s Erzählung „Sibirien“

    Es liegt schon einige Jahre zurück, als beim live im Fernsehen übertragenen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt Jenny Erpenbeck ihre Erzählung „Sibirien“ in Auszügen vorgelesen hat und sie zum Abschluss des mehrtägigen Lese-Wettbewerbs dafür mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde.

    Die Geschichte fängt wie mit einem Paukenschlag an und beschreibt, wie die Großmutter der Ich-Erzählerin nach dem 2. Weltkrieg nach ihrer Rückkehr aus jahrelanger sibirischer Gefangenschaft nach Hause kommt in Berlin und dort die neue Lebensgefährtin ihres Mannes vorfindet, diese kurzentschlossen an den Haaren packt und aus dem Haus schleift. Damit fängt die Geschichte an – und wie sie sich langsam, spannend, aber unaufhaltsam weiterentwickelt, das hat Jenny Erpenbeck so vorgetragen, dass man es atemlos und wie gebannt weiterverfolgen musste. Wie die Geschichte allerdings schließlich endet, und ob der Schluss überhaupt erzählt wurde, das weiß ich nicht mehr genau. Aber es ging in dieser Geschichte nicht nur ums Loslassen, sondern auch um menschliche Brüche, um Lebenslügen und auch darum, dass die eigene Lebensgeschichte nicht zu lösen ist von der Geschichte der Menschen, die einen begleiten. Und letztlich geht es wohl auch um einen „Pyrrhus-Sieg“.

    1. Hallo Siggi! Die besagte Lesung kann bei YouTube in drei Teilabschnitten verfolgt werden. Beeindruckende Erzählung! Und sehr beeindruckend auch von Jenny Erpenbeck vorgetragen! Da musste auch ich gebannt dabeibleiben. Danke für deinen audiovisuellen Literaturtrip bzw. Tipp! LG Sib.

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