Von Männern, die keine Frauen haben: Haruki Murakami

Haruki Murakami: Von Männern, die keine Frauen haben. 254 Seiten. Dumont Verlag. 2014
Haruki Murakami: Von Männern, die keine Frauen haben. 254 Seiten. Übersetzung aus dem Japanischen von Ursula Gräfe. DuMont Verlag. 2014

Das aktuelle Buch des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami ist eine Sammlung mit sieben längeren Erzählungen.
In der Titelgeschichte „Von Männern, die keine Frauen haben“ unterrichtet ein Fremder dem Ich-Erzähler mitten in der Nacht, dass seine Frau Selbstmord begangen hat. Sie ist eine ehemalige Geliebte des Erzählers, diesen erfasst daraufhin tiefe melancholische Trauer.
In der Erzählung „Yesterday“ legt ein junger Mann, der aus der Provinz nach Tokio kommt, seinen Heimatdialekt ab. Gleichzeitig bewundert er einen Kommilitonen, der sich bewusst einen Provinzdialekt antrainiert, durch die Prüfungen fällt und seine Freundin, die er schon seit der Kindheit kennt, nicht sexuell begehrt.
In „Samsa in Love“ wird Franz Kafkas „Die Verwandlung“ weiter erzählt, nachdem Gregor Samsas Familie wegen der Unruhen in Prag geflohen ist und er sein Gefängnis verlassen kann…

In allen Erzählungen spielt Leidenschaft für eine Frau eine Rolle. Die männlichen Hauptfiguren befinden sich in real nachvollziehbaren Lebenssituationen, sind einsam und vermissen etwas Wichtiges in ihrem Leben.
Interessant ist, wie Haruki Murakami unheimliche oder auch surreale Elemente in die Handlung einbaut, dadurch wird eine zusätzliche Bewusstseins-Ebene erlebbar. Der Erzählfluss ist schlicht, oft unbedarft wirkend, aber auf subtile Weise ist immer ein scheinbar direkter Blick in die Seelen der Figuren möglich.

Ich konnte in alle Erzählungen schnell eintauchen und das typische Murakami-Lesegefühl genießen. Jede hat mich von der ersten Zeile an festgehalten bis die letzte gelesen war.

Sibylle

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Die Einzige – In deinen Augen die Unendlichkeit: Jessica Khoury

Die Einzige
Jessica Khoury: Die Einzige – In deinen Augen die Unendlichkeit. 5 CDs. Audiobook. JUMBO. 2013

Pia ist 16 Jahre, sie lebt in einem Forschungsinstitut „Little Camps“ mitten im Urwald, abgeschottet durch einen Elekrozaun von der Umgebung. Viele Wissenschaftler leben ebenfalls dort, unter ihnen Onkel Paulo. Dieser ist stolz auf sie und was er geschaffen hat, er versichert ihr, dass sie „perfekt“ sei und unsterblich. Diese Unsterblichkeit ist auf ein Serum aus einer Pflanze hier im Urwald gewonnen. Pia muss dauernd Tests über sich ergehen lassen. Sie merkt nicht, das sie im „Goldenen Käfig“ ähnlich der Testtiere sitzt. Alle beobachten sie. Ihr Zimmer mit Glaswänden, dort fühlt sie sich wohl… ein Blick in den Urwald, wie es wohl wäre hinein zu schauen statt immer nur hinaus? Sie hat das Testgelände noch nie verlassen. Eines Tages erscheint die Biomedizinerin Dr. Harriet Fields, um sich der Forschung anzuschließen. In Pia weckt sie Sehnsüchte durch ihre Erzählungen der Welt außerhalb der Forschungsstation. Zu anderen Menschen als in diesem Camp wird Pia abgeschirmt – angeblich zu ihrem Schutz. Eines Tages fegt ein Sturm über das Camp und im Zaun entsteht ein Loch… wird sie der Versuchung widerstehen können?

Der aufmerksame Hörer taucht mit ein in diese einzigartige Welt, nimmt Anteil an Pias Alltag, an ihren Wünschen… Wie weit bist Du bereit zu gehen? Wo sind Deine Grenzen? 5 CDs ca. 79 Minuten pro CD, die Zeit flog dahin, kurzweilige Unterhaltung für interessierte Zuhörer. Prädikat: Hörbar. Von AsDa

Dieses Medium kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.