Nichts. Was im Leben wichtig ist: Janne Teller

Janne Teller. Nichts. Was im Leben wichtig ist. 144 Seiten. Hanser. 2010
Janne Teller. Nichts. Was im Leben wichtig ist. 144 Seiten.
Hanser. 2010

“Nichts. Was im Leben wichtig ist.” von Janne Teller, ein Jugendbuch, das mich als Erwachsene beschäftigt hat.

Was ist im Leben wichtig? Jeder beantwortet diese Frage für sich anders. Die Herangehensweise der Jugendlichen einer Klasse, die nach und nach immer weiter ausschlägt und an die Substanz geht, hat mich ein wenig erschüttert. Jugendliche sind schon mal radikaler als Erwachsene, probieren Sachen einfach aus. Während Erwachsene das Für und Wider abwägen, lieber auf Nummer Sicher gehen, den Bestand nicht gefährden wollen. In dieser Hinsicht sind Jugendliche anders. Sie entdecken ihre/unsere Welt zum ersten Mal. Zuerst sind es harmlose Dinge, wie ein Fahrrad, später sind es existenzielle wie die Freundschaft, und anderes mehr. Ich will es spannend lassen…. Ausleihen und selber lesen, bin interessiert, wie andere Leser es empfinden. Ran an die Seiten. Von Asda

Dieses Buch kannst du in der Bücherei ausleihen. Hier kannst du dich vormerken.

Die Eleganz der Madame Michel

Die Eleganz der Madame Michel. 2010. FSK 12
Die Eleganz der Madame Michel. DVD. Lauflänge ca.95 Min.  2010. FSK ab 12

Renee Michel ist Concierge, also eine Art Hausmeisterin in einem französischen Mietshaus und für vieles im Haus zuständig. Sie lebt zurückgezogen, hat wenige Freunde und fühlt sich unsichtbar. Nach außen gibt sie sich unnahbar und unwirsch bis grantig, bis es der 11 jährigen Paloma gelingt ihre harte Schale etwas aufzubrechen. Paloma ist neugierig, lernt japanisch und beobachtet ihre Umgebung mit einer Kamera, Familie wie auch Nachbarn. Sie fühlt sich in ihrer Familie nicht zugehörig und ist oft auf der Suche, bis sie auf Renee trifft. Beide nähern sich aneinander an und führen ernste Gespräche, über das Leben, über Gefühle,…. alles was sie so bewegt. Der neueingezogene Mieter, ein eleganter Japaner, freundet sich mit den beiden an und versucht mehr Kontakt zu Renee zu bekommen. Diese blockt erst mal ab und äußert sich: „Ich bin hier nur die Concierge“, als er ihr Geschenke macht. Eine Freundin überredet sie die Einladung zum Essen von ihm anzunehmen und versucht ihr Selbstvertrauen zu stärken. Nach und nach ergibt sich eine neue zarte Freundschaft, Renee lernt sich selber wieder von einer Seite kennen, wie sie es sich verschüttet glaubte, nach dem Tod ihres Mannes vor Jahren. Die Höhen und Tiefen der Nachbarn werden in diesem Film gezeigt, eine Perle in der hektischen Welt. Der Film nimmt eine überraschende Wende, auch damit müssen wir Menschen in unserem Leben zurecht kommen.

Herber Charme empfehlenswert für ältere Jugendliche und junggebliebene Erwachsene, die lieber hintergründige Gespräche führen oder hören, statt sich actiongeladene Filme „reinziehen“. Von AsDa (Astrid)

Dieser Film kann in der Bücherei ausgliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Lassen sie mich durch, ich bin Mutter: Anja Maier

Anja, Maier: Lassen sie mich durch, ich bin Mutter. Von Edel-Eltern und ihren Bestimmerkindern Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co. KG
Anja, Maier: Lassen sie mich durch, ich bin Mutter. Von Edel-Eltern und ihren Bestimmerkindern
Bastei Lübbe Verlag. 2011

Anja Maier, Berliner Journalistin der TAZ hat Familien im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg beobachtet und festgestellt, dass aus dem Szeneviertel eine kuschelige Kleinstadt geworden ist. Sie zieht für drei Monate in den angesagtesten Elternbezirk Berlins: Prenzlauer Berg. Dort will sie herausfinden, ob sich ihre Vorurteile bestätigt sehen, oder ob die Mütter dort genauso normal sind wie du und ich...

Ihre Geschichte ist erschreckend wahr, manchmal tragisch und vor allem urkomisch. Anja Maier lässt in ihrem Buch viele Seiten zu Wort kommen: Eine genervte Café Besitzerin, eine sogenannte Macchiato Mutter und eine Grundschullehrerin. Jede Position erzählt mit viel Liebe zum Detail.

Mein Fazit:
Ein tolles, lustiges und dennoch kritisches Buch mit einem wunderbar ironischen Blick auf die heutige Eltern-Leistungsgesellschaft.

Unbedingt lesen!
Von Karin: Patientenbücherei im Städt. Klinikum Braunschweig

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