Ame & Yuki 03 – Die Wolfskinder: Mamoru Hosada, Yoshiyuki Sadamoto

Ame & Yuki - Die Wolfskinder 03
Mamoru Hosada (Text), Yu/Yoshiyuki Sadamoto (Ill.): Ame & Yuki 03 – Die Wolfskinder. 208 S. Tokyopop. 2014

Eine einfache Kindheit haben Yuki & Ame nicht. – Ihr Vater verwandelt sich ab und zu in einen Wolf und sie leben abseits der Menschen zurückgezogen auf dem Land. in poetischen Bildern erzählt, die auch vom Außenseitertum und dem Anderssein in einer stark genormten Gesellschaft, wie sie die japanische immer noch ist, handelt…

Einen vorangegangenen Beitrag auf dem Buchstabentaucher zu den Wolfskindern Ame & Yuki 01 kannst du hier nachlesen.

Das Manga Ame & Yuki 01 kannst du hier vormerken.
Das Manga Ame & Yuki 02 kannst du hier vormerken.
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Das Rosie-Projekt: Greame Simsion

Graham Simision: Das Rosie-Projekt. 352 Seiten. Verlag: Fischer. 2013
Graeme Simsion: Das Rosie-Projekt. 352 Seiten. Verlag: Fischer Krüger. 2013

Don Tillman, Professor der Genetik an der Universität in Melbourne, lebt in seiner eigenen Welt: Er lebt nach einer exakten Zeitplanung, Zeitvergeudung ist ihm ein Gräuel, er hat einen genauen, wöchentlich wiederkehrenden Essensplan, auch das erspart ihm Zeit beim Einkaufen und bei der Zubereitung, seine Garderobe ist ihm egal, Hauptsache funktional. Seine Freunde kann er an einer Hand abzählen, es sind nämlich nur genau zwei… Mit anderen Worten: er ist ein absoluter Außenseiter. Außerdem findet er es völlig unnötig, sich an die üblichen Verhaltenskodexe anzupassen. Das Fehlen einer Frau in seinem Leben, begegnet Don mit einem ausgeklügelten Fragebogen, die Verabredungen mit den Frauen, die von ihm als mögliche Kandidatinnen ausgewählt werden, verlaufen allerdings eher katastrophal. Dann stolpert Rosie in sein Leben. Diese Frau, die so gar nicht zu seinem Fragebogen und zu seinem Leben passt, wirbelt alles durcheinander. Nach und nach erkennt Don, dass es Dinge gibt, die nicht mit dem Verstand zu erfassen sind, wo aber Gefühle eine Rolle spielen. Und so nimmt die Geschichte seinen Lauf…

Ein sehr unterhaltsamer Roman, heiter, aber auch melanchonisch, den man bis zum Happy End gar nicht mehr aus der Hand legen mag… Von Helene

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du es vormerken.

Die Kunst sich die Schuhe zu binden

Die kunst sich die Schuhe zu bnden Lena Koppel
Die Kunst sich die Schuhe zu binden. Lena Koppel. Komödie. 97 Minuten. FSK frei o. Alterseinschränkung. 2013

Ein junger Mann, ca. Ende 20, bekommt sein Leben nicht auf die Reihe, verspricht seiner Freundin und der Tochter ständig, dass er sich ändert, an alles denken wird und er sich verbessert. Doch er vergisst es, die Kleine abzuholen. Er beteuert, das würde nicht wieder vorkommen. Nur glaubt seine Freundin nicht mehr daran und setzt ihn vor die Tür. Auch die Theaterkarriere ist vorbei, weil er anders agiert als die Mitspieler ihn brauchen, und er somit job- und beziehungslos ist. Auf dem Arbeitsamt gibt es nichts für ihn, bis auf einen Job als Betreuer in einer Einrichtung für erwachsene Menschen mit Behinderungen, dazu gibt es eine Wohnung. Der Angestellte des Arbeitsamtes zweifelt, ob Alex, so heißt der junge Mann, diese Betreuung hinbekommt. Zuerst lockt ihn mehr die Wohnung. So versucht sich Alex in diesen Job hineinzufinden.
Er wird argwöhnisch beäugt von einer anderen Angestellten der Einrichtung, er eckt an bei der Heimleitung und bei den Eltern der erwachsenen Kinder. Die sind eher beschützend und vorsichtig gegenüber Neuerungen.
Mit seinem Hang die Dinge anders zu sehen und zu nehmen, zeigt er ihnen was er verändern will. Einfach mal etwas anders machen, nicht jahrelang der gleiche Trott…

Als Zuschauer stellt sich die Frage, wie alt muß man werden, um einfach mal Dinge zu erleben und zu machen, an denen er Spaß hat. Über die Musik, die sie alle verbindet, finden sie Zugang zueinander. Jeder nimmt den anderen so wie er ist. Die Heimbewohner merken, was sie an Alex haben, weil er sich für sie einsetzt.
Sie wollen bei „Schweden sucht den Superstar“ mitmachen, die Eltern und die Heimleitung gehen auf die Barrikaden, die Heimbewohner wehren sich… wird es ihnen gelingen teilzunehmen? Schaffen sie es die Zuschauer und Zuhörer mitzureissen? Und was hat es mit der Kunst sich die Schuhe zu binden auf sich?

Anfänglich habe ich gezweifelt, weil der Film als Komödie angepriesen wird, worüber ich lachen darf. Mit der Zeit habe ich mitgefühlt und gelacht, es gab dazu ernste Sachen, insgesamt darf der Zuschauer teilhaben und sehen, wie Alex mit seinen Aufgaben in die Verantwortung ebenfalls für sein Leben wächst. Das ist schon sehenswert, dazu die pfiffigen Ideen der Heimbewohner ihre Vorlieben durchzusetzen… jeder lernt hier etwas.

Im Abspann des Filmes wird daraufhin gewiesen, das es eine wahre Geschichte ist. Ich finde ihn empfehlenswert für die ganze Familie. Evtl. gibt es Gesprächsstoff über die Hobbies und Vorlieben und wie sie miteinander arrangiert werden, so daß alle zufrieden sein können.
Von AsDa

Dieser Film befindet sich “noch” nicht im Büchereibestand. Schreibe doch bitte einen Kommentar, so kann dein Interesse bei den Neuanschaffungen berücksichtigt werden.

Tomaten mögen keinen Regen: Sarah Michaela Orlovský

Mit dem Evangelischen Buchpreis 2014 ist die Schriftstellerin Sarah Michaela Orlovský für ihren Jugendroman ab 12 J. „Tomaten mögen keinen Regen“ ausgezeichnet worden.

Evangelischer Buchpreis für Sarah Michaela Orlovský, 2014. Ein Jugendbuch ab 12 Jahren. Tomaten mögen keinen Regen, Wiener Dom-Verlag 2013, Jugendbuch ab 12, Roman, 176 S.
Sarah Michaela Orlovský:
Tomaten mögen keinen Regen. 176 Seiten. Wiener Dom-Verlag. 2013

Die junge Autorin wurde 1984 in Oberösterreich geboren und ausgebildet. Außer in Wien hat sie noch in Zambia, Armenien, Äthiopien, der Slowakei und Rwanda gearbeitet und gelernt. Zur Zeit lebt sie in Vöcklabruck und arbeitet in einem Jugendzentrum. „Tomaten mögen keinen Regen“ ist ihr erster Roman.

Die zwei Ordensschwestern, Rosa und Miki, führen ein Waisenhaus, „Haus Betlehem“, in ländlicher Region eines nicht näher benannten Landes und betreuen fünf Kinder und Jugendliche. Hovanes ist der älteste und gleichzeitig der Protagonist des Romans, aus dessen Ich-Perspektiven erzählt wird. Er lebt dort zusammen mit Eilis, Gaya, Sirup und Tiko, der jüngsten in der Gemeinschaft. Alle fünf haben ein Handicap und wurden von ihren Eltern verlassen, weil diese gestorben sind oder ihre Kinder nicht wollten. Wie nun diese sieben Personen, mit ihren Bedürfnissen und Wünschen, mit ihren Sorgen und Ängsten, mit ihren Behinderungen, mit Stärken und Schwächen zusammen leben und ihren Alltag meistern, davon handelt dieser Roman.

Aus Hovanes Sicht erleben wir den Alltag seiner „Familie“ über einen Sommer lang: einkaufen, kochen, backen, spielen, im Garten Unkraut jäten, Tomaten gießen, Kaninchenställe bauen und Rangeleien wie sie bei Kindern üblich sind. Auch werden uns Einblicke in das Seelenleben des Ich-Erzählers Hovanes ermöglicht. Spannend ist der Inhalt nicht, aber wie er geschrieben ist: ein einfacher, knapper, trockener und humorvoller Schreibstil lässt die Beteiligten für uns lebendig werden und das Buch kurzweilig.

Mit der Journalistin Ana, die einen Zeitschriftenartikel über die behinderten Kinder im Waisenheim schreiben will, wechselt die Erzählperspektive in einigen Kapiteln. Ana selbst macht einen inneren Wandel durch und wechselt am Ende von der außenstehenden Beobachterin zum Mitglied der Gemeinschaft.

Weiter wird Spannung durch kurze, eingeschobene Prolepse, die farblich abgesetzt sind, erzeugt: Hovanes, auch hier als Ich-Erzähler, hat große Schuldgefühle. Irgendetwas muss passiert sein. Fast bis zum Schluss wird der Leser auf die Folter gespannt, was denn nun wirklich passiert ist.

Ein sehr ruhiges, schnell zu lesendes und unterhaltsames Buch mit Nachwirkung.
Von Regina, Treffpunkt Jakobibücherei Hannover

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Joel Dicker

Joel decker: Die wahrheit über den Fall Harry Quebec. 736 S. Piper Verlag. 2013
Joel Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert. 736 Seiten.  Piper Verlag. 2013

Eine Freundschaft zweier Schriftsteller Quebert und Goldmann, die als Vater-Sohn-Gespann gesehen werden kann. An der Ostküste in den USA wird im idyllischen Städtchen Aurora nach 33 Jahren das Skelett von Nola im Garten von Harry Quebert gefunden. Dieser steht unter Mordverdacht, noch mehr, als bekannt wird, dass die beiden eine Liebesgeschichte verband. Viele Menschen verurteilen ihn für seine Liebe zu einem 15 jährigen Teenager. Marcus Goldmann, ein junger Autor mit einer Schreibblockade ist davon überzeugt, dass sein Schriftsteller-Vorbild unschuldig ist. Deshalb reist er nach Aurora, befragt Menschen zu aktuellen und 33 Jahren zurückliegenden Ereignissen. Er recherchiert auf eigene Faust. Eine Reise in die Tiefe der Seelen der Menschen, die wir meinen zu kennen und die uns immer wieder aufs neue überraschen. Wer war Nola? Unschuldiger Teenager? Frühreife Frau? Welche Rolle spielen die anderen, damals ihre Nachbarn, Mitschüler, Freundinnen? Wer verbirgt mehr als es für die Wahrheit förderlich ist? Angehörige und Freunde zeichnen ein Bild von dieser Liebe, die verboten und doch stark genug war, um bis in die heutige Zeit zu überleben. Die Suche nach dem Täter wirbelt einiges auf. Die Freundschaft von Goldmann und Quebert wird auf so manche Probe gestellt.

Am Ende gibt es Überraschungen – ob positiv oder negativ – kann jeder Leser für sich entscheiden. Ein Lesevergnügen der besonderen Art. Von AsDa

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.