Der Schneeleopard: Tess Gerritsen

Der Schneeleopard von Tess Gerritsen
Der Schneeleopard von Tess Gerritsen. Ein Rizzoli & Isles Thriller. Limes Verlag. 415 S. 2015

Gestern habe ich das Hörbuch „Der Schneeleopard“ genossen,  obwohl ich auch das Buch von Tess Gerritsen dazu habe, gefunden im Krimiregal der Ev. Bücherei in Remagen.

Auf den ersten Blick haben die Fälle in Boston/USA und in Botswana/Afrika nichts gemeinsam, aber durch die genauen Beobachtungen und die Kombinierfähigkeit des sich prima ergänzenden Ermittlerduos fiebert man als Leser von Anfang bis Ende mit und wird doch überrascht mit der Auflösung.
Polizistin Jane Rizzoli und Dr. Maura Isles,  Rechtsmedizinerin,  sind sehr unterschiedlich, dennoch stets interessiert, auch durch ihre private Freundschaft, um Ideen und Überlegungen von mehreren Seiten anzusehen und durchzuspielen.
Sie gehen auf die dunkle Seite von uns Menschen, versuchen sich in den Täter hinein zu versetzen und kommen dadurch auf Spuren, die letztendlich zum Erfolg führen.
Einige Sprünge in der Zeit in Boston und Botswana, fordern Konzentration auf anfänglich sehr unterschiedliche Mordopfer. Das Ausmaß der Vorfälle lässt einen schaudern. In den USA findet man den Tierpräparator Leo Godt, aufgehängt an einem orange farbenem Nylonseil und ausgeweidet. Er hatte in den sozialen Netzwerken damit geprahlt einen Schneeleopard präparieren zu dürfen und rückte dadurch ins Visier des Täters.  Auch im Zoo, der den Auftrag für den Leopard gab, wird ermittelt.
In den Wäldern um Boston werden Knochen gefunden mit einem orange farbenem Nylonseil.  Dazu die einmalige Safari Tour einer verschwundenen Reisegruppe in Botswana vor 5  Jahren, von denen einer Kontakt zu Leo Godt hatte, und eine Person,  die dem Tod entgangen ist und der Kreis schließt sich.
Der Roman lässt sich auch lesen, ohne dass man das Ermittlerduo kennt.

Gute Unterhaltung wünscht AsDa den Krimilesern.

Das Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Verschwörung: David Lagerkrantz

David Lagercrantz: Verschwörung von 608 Seiten. Heyne Verlag. 2015
David Lagercrantz: Verschwörung. 608 Seiten.
Heyne Verlag. 2015

David Lagercrantz, „Verschwörung“, angelehnt an das Manuskript von Stig Larsson, der mit seiner Trilogie um den Journalisten Mikael Blomquist und Lisbeth Salander für Spannung sorgte. Da Larsson verstarb, beauftragten seine Familie, Bruder und Vater den Schriftsteller Lagercrantz, das Werk weiterzuführen.
Anfangs fuehlte ich mich in die Geschichte „gesaugt“, den Mittelteil fand ich etwas zu ausführlich von den Vorkommnissen und Charaktere dargestellt. Den Schluss fand ich passabel geschrieben, es ist eben ein anderer Autor.
Die Geschichte springt in den Handlungsstraengen, etwas anstrengend, fand ich.
Ein berühmter Wissenschaftler entdeckt, dass sein Sohn mit autistischen Zügen eine besondere Begabung hat. Diese Gabe wird später auch relevant werden. Blomquist soll zu dem Wissenschaftler nach Hause fahren, weil dieser ihm etwas wichtiges sagen will. Bevor es dazu kommt, taucht ein Killer auf und Mikael bekommt mehr mit, als ihm lieb ist. Lisbeth kreuzt seine Ermittlungswege, und zusammen machen sie sich auf, die Hintergründe zu erforschen.
Einfach, um den Unterschied zwischen Lagercrantz und Larsson, kennenzulernen, und auch weil die Geschichte interessant ist, empfehle ich den Krimilesern, es zu lesen.

AsDa

Dieses Buch ist gegenwärtig nicht im Büchereibestand. Sprich uns an, wenn wir es für dich über die Fernleihe besorgen dürfen.

Die guten Frauen von Christianssund: Anna Grue

Anna Grue: Die Guten frauen von Christianssund. 1. Fall
Anna Grue: Die Guten Frauen von Christianssund. Sommerdahls Erster Fall. 400 Seiten. Atrium. 2013

Und wieder habe ich ein Buch weniger auf meinem „Muss-ich-noch-lesen“ Stapel…
Zuerst habe ich mir den Text auf der Rückseite und vorne im Umschlag angesehen und durchgelesen, ein Magazin wurde zitiert: „Packend, mit Witz und Biss!“
Dachte bei mir, das will ich erst mal testen, und ja, es hat Potenzial. In nur 3 Tagen, durchgelesen, ich konnte mich dem Sog über 400 Seiten nicht entziehen.
Es beginnt im Umschlagtext noch recht gemütlich und fast harmlos. Eine Kleinstadt Christianssund am Fjord, weil Dänen beides wollen: Stadt und Wasser.

Ein kleiner Hafen, renoviert mit erlesenen Mietern, ein schönes Villenviertel, eine langweilige  Fußgängerzone, und das es die Jugend wie überall in die weite Welt zieht.

Der Text im Buch beginnt aus der Gedankenwelt des baldigen Mörders, vor seiner Tat und das einem die Füße oder Beine einschlafen können, wenn man auf jemanden wartet. Fast könnte man Mitleid mit dieser Person bekommen. Aber eben nur fast, da es zum Äußersten kommt. Ein Mord.

An diesem Abend wird in der Werbeagentur eine Frau vom Reinigungspersonal ihr Leben lassen. Sie hat mit einem Kollegen, Benjamin, geputzt.

Am nächsten Morgen ist Aufruhr, keiner weiß ihren Nachnamen, oder mehr über sie.  Lilliana, wer war sie und warum musste sie sterben?

Doch Kommissar Flemming Torp, der für diese Mordaufklärung zuständig ist,  hat eine gute Idee und zieht seinen alten Freund Dan Sommerdahl zu den Ermittlungen dazu. Sommerdahl, arbeitet sonst in dieser Werbeagentur und hatte auch Lilliana und Benjamin, der mit ihr zusammen putzte, gesehen.

Der Detektiv in Sommerdahl ist geweckt, er verbeißt sich in den Fall und ermittelt einfach mit. Der Kommissar hat Schwierigkeiten ihn zu bremsen, schließlich ist Sommerdahl ja nicht von der Polizei.

Welches Geheimnis hatte Lilliana und was verbergen die anderen in der Werbeagentur und die Einwohner in Christianssund? Was kommt sonst noch vor?

Anna Grue: Der Judaskuss. Sommerdahls Zweiter Fall. Atrium Verlag. 2014
Anna Grue: Der Judaskuss. Sommerdahls Zweiter Fall. 432 Seiten. Atrium Verlag. 2014

Von der 1. Seite an hatte ich das Gefühl mitten drin im Geschehen zu sein, an der Seite der Ermittler mitzuarbeiten… Das puzzeln der einzelnen Stücke bis der Zusammenhang begreiflich ist, die Hintergründe und Gefühls-/Gedankenwelten von beteiligten Personen werden ausführlich beschrieben, ohne das es langatmig wird, eher fühlte ich mich gut informiert über die Verdächtigten und die Ermittler.
Empfehlung: Spannend! Wer es noch nicht gelesen hat, kann es ja noch nachholen. Die es gelesen haben, teilen uns andere Blogleser evtl. über die Kommentare mit, wie und was ihnen gefallen hat, oder welche Kritik ihnen dazu einfällt. Von AsDa

Die Frauen von Christianssund kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du Sommerdahls Ersten Fall vormerken.

Der Judaskuss kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du Sommerdahls Zweiten Fall vormerken.

Passagier 23: Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek . Passagier 23. 432 S. Droemer 2014
Sebastian Fitzek: Passagier 23.
423 Seiten. Droemer 2014

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff ‚Sultan of the Seas‘ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der Sultan kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der Sultan verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Gleich vorweg: Ich mag Fitzek – und auch dieses Buch hat es wieder in sich. Die Geschichte enthält Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Allein der Gedanke, dass man ein Schiff nicht einfach verlassen kann und irgendwo ein Irrer sein Unwesen treibt, ist gruselig genug. Fitzek gelingt es wieder, den Leser in die Abgründe menschlichen Seins zu entführen und so die Ängste, die vermutlich doch einige auf so einem Kreuzfahrtschiff haben, aufleben zu lassen. Interessant fand ich auch, über den Aufbau eines solchen Schiffes so viel zu erfahren.

Dann noch ein ungewöhnlicher Abschluß des Buches: Die Danksagung wurde noch vor dem Schlußakkord mit eingebaut – mal ein ganz anderes Ende.

Und kurz vor Beginn der Lektüre dieses Buches habe ich eine Fahrt auf einem großen Schiff gebucht – ob das ohne heimliche kleine Schauder abgehen wird ….??? Und hoffentlich verlaufe ich mich nicht!…Von Ingrid

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannsst du dich vormerken.

Hab und Gier: Ingrid Noll

Ingrid Noll: Hab und Gier. Roman Diogenes. 2014
Ingrid Noll: Hab und Gier. Roman. 256 Seiten. Diogenes. 2014

Witwer Wolfram, ehemaliger Kollege der Bibliothekarin Karla Pinter, macht ihr ein merkwürdiges, unmoralisches Angebot.

Eigentlich ist die unbescholtene Rentnerin Karla nur zu einem Gabelfrühstück bei ihrem ehemaligen verschrobenen Kollegen Wolfram eingeladen, doch dann verläuft dieser Sonntag so ganz anders, als erwartet. Wolfram, Witwer und schwer krebskrank, bittet Karla ihn bis zu seinem Tod zu pflegen. Als Gegenleistung gibt es die Hälfte der Erbschaft. Sollte sie aber seinem Wunsch nach Sterbehilfe nachkommen, gibt es für sie das ganze Erbe, die große Villa in guter Lage, die er bewohnt. Karla, überfordert mit diesem Angebot, ruft ihre junge Freundin und Ex-Kollegin Judith zu Hilfe, die wiederum ihren Ex-Freund Cord, einen Kleinkriminellen, ins Spiel bringt. Es gibt rasante Verwicklungen, in dessen Folge die beiden Damen bei Wolfram einziehen, diesen eines Morgens tot im Bett finden und noch weitere Personen das Leben lassen. Ob Karla tatsächlich das Erbe antreten kann? – Auf diese Frage gibt es eine Antwort in diesem leichten, humorvollen und fesselnden Kriminalroman.

Ein unterhaltsamer Roman, der sich mit den möglichen Folgen der Habgier auseinandersetzt und das Thema Sterbehilfe streift. Von Helene und Andrea

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Bretonische Verhältnisse: Jean-Luc Bannalec

Lean-Luc : Bretonische Verhältnisse. 304 Seiten. KiWi-Paperback. 2012
Lean-Luc Bannalec: Bretonische Verhältnisse. Ein Fall für Kommissar Dupin. 304 Seiten.
KiWi-Paperback. 2012

Ein Kommissar strafversetzt von Paris in die Bretagne. Kann das gut gehen? Dupin ist nicht sehr gesprächig, aber das kommt den Menschen in der Bretagne sehr entgegen – sie verständigen sich auch lieber ohne viele Worte.

Der Kriminalfall (auch für mich als Krimifan) wird fast nebensächlich, wenn man die Beschreibung der Gegend auf sich wirken lässt, wenn man sich mit Malern wie Gauguin, der dort wirklich eine Künstlerkolonie gegründet hat, die malerischen Winkel von Pont-Aven, das Meer, die Küste, den Himmel, die Vegetation, die kleinen Lokale mit Cidre und bretonischen Crepes, mit Fisch und Austern vorstellt.
Natürlich werden die Mordfälle auch aufgeklärt – es ist ja ein Krimi.
Merkt man meine Euphorie? Ich war in der Bretagne, habe die Megalithen von Carnac bestaunt und auch meine ersten Austern dort gegessen (sie schmeckten besser als befürchtet).

Das Buch ist ein MUSS für alle Bretagne-Fans und auch schon verfilmt. Der Film läuft am 24. April im Fernsehen. Und der zweite Fall von Kommissar Dupin ‚Bretonische Brandung‘ liegt lesebereit auf meinem Nachttisch… Von Ingrid

„Bretonische Verhältnisse: Ein Fall für Kommissar Dupin“ hier bitte vormerken.
„Bretonische Brandung: Der zweite Fall für Kommissar Dupin“ hier bitte vormerken.
„Bretonisches Gold: Der dritte Fall für Kommissar Dupin“ hier bitte vormerken.

Nur eine böse Tat: Elisabeth George

Nur eine Böse Tat
Elisabeth George: Nur eine böse Tat. 864 S. Goldmann Verlag. 2013

Barbara Havers Freund Azhar macht sich große Sorgen um seine Tochter Hadiyyah, die mit ihrer Mutter spurlos verschwunden ist. Nach einiger Zeit kommt die Mutter zurück, doch ohne die Tochter. Diese wurde in Italien in Lucca auf dem Marktplatz entführt. Die Mutter glaubt, dass Azhar dahinter steckt. Er möchte sofort mit der Suche beginnen, muss aber feststellen, wie wenige Möglichkeiten er hat, da er mit der Mutter nicht verheiratet ist und so nicht beweisen kann, dass er der leibliche Vater ist.

Da Barbara Havers sich sowohl dem Vater wie auch seiner Tochter sehr verbunden fühlt, lässt sie nichts unversucht, Hadiyyah zu finden. Sie wendet sich an Privatdetektive, schaltet einen Journalisten eines Käseblattes ein und erreicht so, dass die britische Polizei sich mit dem Fall beschäftigen muss. Zu Barbaras Entsetzen wird Inspector Lynley und nicht sie nach Lucca geschickt. Die ersten Ermittlungen folgen und bald steht Azhar selbst in Verdacht, seine Tochter entführt zu haben.

Barbara Havers ist fest von der Unschuld ihres Freundes überzeugt und will diese mit allen Mitteln – ob legal oder illegal – unter allen Umständen beweisen.

Auch wenn auf dem Titelblatt steht „Ein Inspector Lynley Roman“ ist es für mich eher ein „Barbara Havers Roman“. Und leider wird sie sehr negativ dargestellt. Während sie oft bis an die Grenzen der Legalität ging, diese aber nicht überschritt, kennt sie in diesem Roman keine Hemmungen und riskiert so ihre Entlassung aus dem Polizeidienst. Seitenlang wird über ihre Frisur, ihren Kleidungsstil und ihre schlechten Essgewohnheiten hergezogen und so 846 Seiten gefüllt. Wäre das Buch nur halb so dick und zögen sich die Ermittlungen nicht so sehr in die Länge, wäre es ein weitaus spannenderer Kriminalfall. Aber alle, die wissen möchten, wie es in Inspector Lynleys Leben weitergeht, kommen auf ihre Kosten. Von Agnes

Deises Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Das Nebelhaus: Erich Berg

Erich Berg: Das Nebelhaus.
Erich Berg: Das Nebelhaus. 416 S. Limes Verlag. 2013

Was geschah in der Blutnacht von Hiddensee?

Seit Jahren haben sich die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie aus den Augen verloren. Als die sich im Internet wieder begegnen, verabreden sie sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet mit einem grauenvollen Verbrechen.

In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma.
Zwei Jahre nach dem Massaker beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur und bald keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht auf….

Das Buch ist sehr spannend geschrieben… und man fragt sich bereits ziemlich am Anfang: Wer waren die Toten überhaupt?
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und die Spannung baut sich recht schnell auf.
Eric Berg schafft es, den Leser bis zum Schluss in die Irre zu führen und dann ist die Überraschung doch groß. Von Birgit Krankenhausbücherei der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel

Dieses Buch befindet sich “noch” nicht im Büchereibestand. Schreibe doch bitte einen Kommentar, so kann dein Interesse bei den Neuanschaffungen berücksichtigt werden.