Sehnsucht ist ein Notfall: Sabine Heinrich

Sehnsucht ist ein Notfall
Sabine Heinrich: Sehnsucht ist ein Notfall. Hörbuch. 6 CD´s. Argon Verlag. 2014

Unterhaltsame 6 1/2 Stunden mehr für uns Frauen; (Ist neu in der Ev. Bücherei Remagen)

Eva hat einen Freund, Johannes, mit dem sie sich gut versteht, sie vermisst nichts in ihrer Beziehung, oder etwa doch?

Bei ihm weiß sie, woran sie ist. Alles ist vertraut.   Völlig aus der Fassung ist sie am Silvesterabend, als ihre Omi mit 79 Jahren nach 50 Ehejahren “Nägel mit Köpfen” macht und sich von ihrem Ehemann trennen will. Oma hat keine Lust  und Zeit mehr – das Leben draußen wartet schließlich auf sie. Ihr größter Traum ist es ans Meer zu fahren. Und endlich ihr Leben zu leben. …

Evas Freund Johannes bleibt gelassen zu den Plänen der Omi, auch sonst ist er nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Im Laufe ihrer gemeinsamen Zeit merkt Eva, wie sehr sie manches an Johannes nervt. Mit ihrer Oma besucht Eva die neue Wohnung, von einer Genossenschaft, und berät sie, was diese noch braucht.

Als Physiotherapeutin geht Eva in ihrem Beruf total auf, vor allem mit ihrem Patienten Tove, einem kleinen Jungen,  gefällt ihr die Arbeit. Zu sehen, dass es ihm nach den Behandlungen besser geht. Dabei fällt ihr Tobias auf, er ist Toves Vater und der  ist auch nicht ohne, ihre Wege kreuzen sich und dann wird es komplizierter… Irgendwann ist Schluss mit lustig, Eva und ihrer Oma reißen aus, und fahren ans Meer…  Alles wird anders.

Das ganz  Leben in einer Beziehung und was sich Frauen so wünschen, das kam bei diesem Hörbuch vor und hat mir gut gefallen.

AsDa

Dieses Medium kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Alle meine Wünsche: Grégoire Delacourt

Grégoire Delacourt. alle meine Wümsche.
Grégoire Delacourt. Alle meine Wünsche. 128 Seiten. Hoffmann und Campe. 2012

Die Geschichte handelt von Jocelyne Guerbette und ihrem Mann, Jo, eigentlich Jocelyn. Wie hoch ist die Chance einen Mann mit diesem Namen zu finden? Sie leben im nordfranzösischen Arras. Ihr Leben war nicht immer einfach.

Zwei erwachsene Kinder, wenig Kontakt besteht zu ihnen. Jocelyne und ihr Mann wissen, was sie aneinander haben.

Was trägt im Leben eine Ehe? Jo ist keiner, der viele Worte benutzt, was sie hingegen liebt, vor allem in ihrem Handarbeitsblog „Zehngoldfinger“. Im Gegensatz zu ihrem Kurzwarenladen boomt ihr Blog.

Eine Journalistin besucht und interviewt sie. Techniken des Strickens, Stickens, Nähen, über die Wolle und die Stoffe, über Lieferungen in ihrem Laden und was frau alles daraus machen kann, das beschreibt sie in ihrem Blog.

Ihre Gedanken lässt sie mit einfliessen in den Blog, die Frauen wollen ausprobieren, ihr Leben in die Hand nehmen…

Es könnte alles so bleiben, wenn sie nicht verführt worden wäre, nur einmal im Lotto zu spielen. Das Unfassbare passiert, sie gewinnt…

Sie, Jocelyne, weiß nicht, wie sie es ihrem Mann, den Kindern und Nachbarn sagen soll. Sie führt Wunschlisten mit dem, was sie brauchen und was sie anderen kaufen will. Letztendlich trifft sie eine Entscheideung, dadurch gerät ihre Welt aus den Fugen.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, oft habe ich mich gefragt, wie ich mit den Widrigkeiten dieser Frau umgegangen wäre. Die Art, wie sie Rückblenden in ihre Kindheit beschreibt und sie als Erwachsene neu betrachtet. Ich fühlte mich während des Lesens ihr nah. Jocelyne ist mit dem was sie hat zufrieden, evtl. ist das schon das Geheimnis? Da hilft nur ein, selber lesen und entscheiden… Von Asda

Von Lydia eine bereits erschienene Rezension auf dem Buchstabentaucher zu „Alle meine Wünsche“ mit vielen positiven Kommentaren… kannst du hier lesen.

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Die einen sagen Liebe, die anderen nichts: Susann Pásztor

Susann Pastor: die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts
Susann Pásztor: Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts. 256 Seiten. KiWi-Paperback.  2013

Der Titel hat mich angesprochen,
warum wird es unterschiedlich „gesagt“?

Mila, eine Frau, besucht auf Anraten ihrer Therapeutin ein „Schweigeseminar“, das sich „Reines Gewahrsein“ nennt. Das Seminar soll u.a. dem wertfreien Beobachten dienen, was ihr schwer fällt. Gedanken kreisen, sie denkt viel nach, begreift manches Altes neu. Als Leserin fand ich ihren inneren Prozess echt/authentisch, ich konnte ihre Fragen und Antworten nachvollziehen. Als sie in der Erinnerung über Verluste in ihrer Familie weint, werden ihr Taschentücher von allen Seiten zu geschoben. Die anderen nehmen Anteil. „In der Meditation wird der ständige Wechsel und die Vergänglichkeit in unserem Inneren wahr. Wir üben uns im Loslassen, Annehmen und in der Liebe.“ Zitat des Seminarleiters. Nach 3 Tagen ist der Kurs zuende, Mila muss noch weit fahren, als ein Teilnehmer Simon sie nach einer Mitfahrgelegenheit anspricht. Im Auto reden sie viel, in der Stadt, wo er ein Hotelzimmer hatte wegen des Seminars, durchstreifen sie erst die Straßen der Stadt und landen auch im Hotel. Einerseits voraussehbar und doch atemberaubend schön, wie sie sich aufeinander einlassen. Den Kurs im Nacken, leben sie aus, was sie neu gelernt haben und es tut gut, sie dabei zu begleiten. Nach einer weiteren Nacht trennen sich ihre Wege. Eine Suche schließt sich an. Das Leben annehmen und loslassen, Weisheiten dieses Romans. Ich fand ihn schlicht, einfach schön und war neugierig bis zum Schluß. Von AsDa (Astrid)

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.

Alle meine Wünsche: Grégoire Delacourt

Grégoire Delacourt. alle meine Wümsche.
Grégoire Delacourt. Alle meine Wünsche. 128 Seiten. Hoffman und Campe. 2012

Macht viel Geld wirklich glücklich? Eine tiefgründige Geschichte über das, was im Leben wichtig ist.

Joyceline, 47, lebt in einer französischen Kleinstadt. Sie ist verheiratet, ihre Kinder sind erwachsen und aus dem Haus. Sie hat einen Kurzwarenladen, ihre große Leidenschaft gilt ihrem Internetblog, in dem sie über das Nähen, Sticken und Stricken schreibt. Trotz einiger Schicksalsschläge und obwohl ihr Leben in mancherlei Hinsicht anders verlaufen ist als sie es sich gewünscht hat, ist sie ganz zufrieden.
Eher zufällig füllt Joyceline einen Lottoschein aus. Als sie 18 Millionen Euro gewinnt, ist sie völlig überrascht und überlegt, was sie mit dem vielen Geld tun soll. Sie schreibt Listen, was sie sich alles kaufen und wem sie eine Freude machen könnte. Sie erzählt jedoch niemandem von dem Gewinn und beschließt, weiter zu leben wie bisher. Zu groß ist ihre Angst, mehr zu verlieren als zu gewinnen.

Der Schreibstil ist ruhig und bedächtig. Die Geschichte entwickelt sich jedoch völlig unerwartet, es passiert etwas geradezu Ungeheuerliches. Durch den Lottogewinn bricht über Joyceline eine persönliche Tragödie herein und ihr Leben gerät völlig aus den Fugen.

Ich empfehle das Buch gerne weiter, weil es mich sehr darüber zum Nachdenken angeregt hat, was Glück eigentlich ist bzw. bedeutet. Von Lydia: Krankenhaus-Bücherei Gilead II Bielefeld

Dieses Buch kann in der Bücherei ausgeliehen werden. Hier kannst du dich vormerken.